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Mo. , 28. Nov. 2022



Manfred Overbeck als Wehrführer verabschiedet

„Wollte nur Feuerwehrmann sein“

2022 06 08 manfred overbeckMit einem historischen Einsatzfahrzeug und einem Konvoi holte der Löschzug Ottmarsbocholt Wehrführer Manfred Overbeck mit seiner Partnerin ab, um aus dem Davertdorf nach Senden zu fahren. Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht bildeten an der Steverhalle den feierlichen Rahmen, als die versammelte Feuerwehr der Gemeinde Spalier stand. Drinnen folgten die Verabschiedung des Leiters der Feuerwehr der Gemeinde und die Einführung seines Nachfolgers.

Gebhard Temme, seit 2018 stellvertretender Wehrführer und seit 2014 Löschzugführer in Bösensell, ist von Bürgermeister Sebastian Täger für sechs Jahre zum neuen Wehrführer ernannt worden. Dem 46-Jährigen zur Seite steht Johannes Hibbe. Der 36-jährige Löschzugführer Ottmarsbocholt ist neuer stellvertretender Wehrführer. Beide wurden nach der Anhörung durch die Wehr vom Kreisbrandmeister für ihre Ämter vorgeschlagen und vom Gemeinderat bestellt.

Im Foyer der Steverhalle hatten sich auch Abordnungen von Wehren aus der Umgebung sowie befreundete Feuerwehren wie die aus der Partnerstadt Jessen versammelt. Michael Mühlmann mit Liedern zur Gitarre sorgte für einen feierlichen Rahmen.

Bei der Verabschiedung dankte der Bürgermeister Manfred Overbeck für seinen langjährigen Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung und der Feuerwehrkameraden. Täger nannte Overbecks dienstliche Stationen vom Eintritt in die Wehr 1982 über die Ernennungen zum Oberbrandmeister (1993), zum Zugführer Ottmarsbocholt und Hauptbrandmeister (2002), zum stellvertretenden Wehrführer und Gemeindebrandinspektor (2010) sowie zum Wehrführer (2017).

„Wenn Du heute die Leitung in jüngere Hände übergibst, dann weißt Du, dass es um die Feuerwehr gut bestellt ist. Wenn Du etwas machst, dann machst Du es richtig. ,Keine halben Sachen?, hast Du oft gesagt“, berichtete Bürgermeister Täger. Deshalb sei es folgerichtig, dass Overbeck wenige Wochen, bevor er die Altersgrenze von 60 Jahren für den aktiven Dienst erreicht, sein Amt abgibt. „Du hast stets gesagt, dass man für diesen wichtigen Dienst topfit sein sollte“, betonte der Bürgermeister, der an schwierige und gefährliche Einsätze – etwa an der Schulze-Breme-Straße – erinnerte. Die Zahl der aktiven Kräfte sei ausgebaut worden – sie liegt zurzeit bei etwa 130. Bei den Haushalten habe es im Rat nie Diskussionen über die Ausstattung der Feuerwehr gegeben. „Das zeigt, welches Standing die Wehr in der Gemeinde hat“, so Täger.

Kreisbrandmeister Gustav Nolte schloss sich dem Dank an und verlieh Overbeck die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands, ehe der scheidende Wehrleiter selbst das Wort an die Kameraden richtete. „In den verschiedenen Funktionen habe ich mich Dank Euch immer wohl gefühlt. Dabei wollte ich doch nur ein Feuerwehrmann sein“, blickte Overbeck auf „schöne und fordernde Aufgaben“ zurück und dankte den Kameraden und der Gemeinde für die Unterstützung. „Manfred, Du überlässt uns eine leistungsfähige Wehr. Wir sind in Senden auf einem Top-Niveau. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Euch und mit der Gemeinde.“, sagte Temme nach seiner Ernennung zum neuen Wehrführer. Dann richtete er sich an seinen Vorgänger: „Manfred, das ist heute Dein Abend. Das hast Du Dir redlich verdient.“