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Mi. , 01. Dez. 2021



Karneval: Vorbereitungen für 2022 laufen

Närrische Zuversicht in Otti-Botti

2020 umzugNärrische Zuversicht lautet die Parole, um der Pandemie Paroli zu bieten. Und dieser Optimismus herrscht in Ottmarsbocholt. Denn dort gibt die KG Otti-Botti für die anstehende Session die Marschrichtung vor: „Erst mal weiter planen.“ Das betont Sebastian Schemmer, Vorsitzender des Veranstaltervereins des Ottmarsbocholter Karnevals. Und im Kreis der KG sei gerade die Entscheidung getroffen worden, die närrischen Ärmel hochzukrempeln.

Die fünfte Jahreszeit, die in Otti-Botti generalstabsmäßig vorbereitet wird, soll mit ausgelassener Freude begangen werden. „Wir gehen davon aus, dass die Veranstaltungen stattfinden“, betont Schemmer.

Die Karnevalsgesellen, ein „Tochterunternehmen“ des Junggesellenvereins, peilen an, am letzten Freitag im November traditionell den neuen Prinzen und sein Funkenmariechen vorstellen zu können. Auch die Prinzenproklamation (Pripro) soll am 5. Februar (Samstag) steigen. Mit welchen Auflagen und in welchem Umfang die jecken Events über die Bühne gehen – da sei gegebenenfalls Flexibilität vonnöten. Die Strategie der Karnevals-Organisatoren besteht darin, wie gewohnt zu starten, und „dann schauen wir weiter“, wie Schemmer das Vorgehen beschreibt. Bei den Eckenfesten, die von den Nachbarschaften eigenständig auf die Beine gestellt werden, könne eine Vorgabe lauten, dass der interne Charakter der Partys betont werden müsse. Das Tingeln über mehrere Eckenfeste an einem Abend und das Öffnen für externe Gäste könnten womöglich eingeschränkt werden, so der Vorsitzende der KG Otti-Botti.

Deutlich höher liegt die Hürde beim Straßenkarneval, räumt Schemmer ein, dass „der klassische Umzug ein Problem darstellen könnte“. Doch das sehen die Karnevalsgesellen als Herausforderung an. „Wir planen weiter – mit Wagenbauen und allem Zipp und Zapp“, gibt der Vorsitzende die Haltung der KG Otti-Botti wieder.

Immerhin, auch in den rheinischen Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln halten die Jecken bislang an ihren Umzug-Plänen fest. Und Münster hat mit Prinz Mario I. (Engbers) bereits einen Bösenseller als närrisches Oberhaupt 2021/22 „in Lauerstellung“ auf den Schild gehoben.

In Otti-Botti fungierten Dirk I. und Christina I. als die letzten „Gebieter“ über das närrische Volk, das ihnen beim Umzug 2020 huldigte. Schon damals erwiesen sich Beschicker und Zuschauer als überaus robust, hielten den garstigen Böen des Sturmtiefs Victoria Stand. „Narren trotzen den Naturgewalten“ lautete damals die WN-Überschrift. Als nächste Schlagzeile könnte im Februar 2022 folgen: „Karneval in Otti-Botti schlägt Corona ein Schnippchen“.

 

Bericht: Westfälische Nachrichten/Dietrich Harhues