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06.12.2014

Mit Leib und Seele in der Werkstatt / Betrieb gemeinsam aufgebaut

Josef und Maria Keute feiern Diamantene Hochzeit

keute kArbeit macht das Leben süß, besagt ein Sprichwort. Da mag so mancher energisch den Kopf schütteln. Doch für Josef und Maria Keute trifft dieser Spruch durchaus zu. Denn für den 84-Jährigen und seine 80-jährige Ehefrau ist die Arbeit im familieneigenen Kfz-Betrieb auch heute noch ein wesentlicher Lebensinhalt. „Ich bin morgens um 7 der erste vor Ort", lächelt Josef Keute. Und seine Frau Maria, die sich unter anderem um die Kfz-Zulassungen kümmert, bekräftigt: „Wir wollen noch so lange machen, wie wir können. Wir sind mit Leib und Seele in der Werkstatt."

Am heutigen Samstag lassen beide die Arbeit ruhen. Denn zu ihrer diamantenen Hochzeit blicken beide auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück - und da soll Feiern das Leben süß machen.

 

Der 19-jähriger Landwirtssohn Josef aus der Oberbauerschaft lernte die 16-jährige Aschebergerin Maria 1950 bei einer Bauernhochzeit kennen. Vier Jahre später, am 6. Dezember 1954, trauten sie sich vor den Standesbeamten. Einen Tag später läuteten die Glocken zur kirchlichen Hochzeit.

Zunächst lebten und arbeiteten beide bei Marias Väter, dem Lohnunterneh-
men Sobbe in Ascheberg. 1958 zog die junge Familie in ein eigenes Haus in der Oberbauerschaft. Dort wuchsen die Söhne Franz, Reinhard und Ludwig sowie die Töchter Mechtild und Hildegard auf. Bis heute ist die Familie um elf Enkel und acht Urenkel gewachsen.
1969 nahm Josef Keute eine Stelle als Chemiearbeiter bei der BASF in Hiltrup an, wo er bis zu seinem Vorruhestand tätig war. „Ab da hatte ich mehr Zeit für die Werkstatt", erinnert er sich. Den kleinen Betrieb, in dem er Landmaschinen reparierte, hatten Josef und Maria Keute quasi „nebenher" in der Oberbauerschaft aufgebaut. „Wir wollten die Werkstatt eigentlich hier vergrößern, haben das aber nicht genehmigt bekommen", berichtet Maria Keute. Deshalb begann 1988 an der Ascheberg Straße ein Neustart. Gleichzeitig übernahmen die Söhne Reinhard und Ludger den Familienbetrieb.

Für Hobbys blieb dem Ehepaar kaum Zeit. Nur eine Passion hatte Josef Keute: Oldtimer. „Ich habe elf alte Schlepper und drei Motorräder restauriert", sagt der Jubilar mit sichtlichem Stolz.

Zum Ehrentag wünscht sich Maria Keute: „Gesundheit und dass wir noch lange zusammenbleiben".

Bericht + Foto: WN/Siggi Syffus