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Fr. , 22. Nov. 2019



Gemeinde, Kirche und Sozialwerk erarbeiten Konzept:

Wohnen und Betreuung aus einem Guss

2014-08-13 stoffers kDirekt gegenüber der St. Urbankirche sollen Wohnungen für Senioren und Menschen mit Handicaps entstehen. Gleichzeitig soll eine Zukunftsperspektive für den Bestand des Sozialwerkes St. Georg vor Ort geschaffen werden. Der Bedarf nach barrierefreiem und betreutem Wohnraum steigt auch in Ottmarsbocholt. Denn im Zuge des demografischen Wandels wird der Anteil älterer und alter Menschen immer größer. So manchem Senioren wächst das eigene, große Einfamilienhaus über den Kopf, wird die Versorgung des Haushalts zu mühsam.

Für diesen Personenkreis und für Menschen mit Handicaps sollen in den kommenden Jahren attraktive Wohn-Alternativen im Ottmarsbocholter Ortskern geschaffen werden. 

Einen ersten, wesentlichen Schritt in diese Richtung hat die Gemeinde Senden bereits Ende 2013 vollzogen: Durch den Kauf der rund 2000 Quadratmeter großen Anwesen Stoffers und Beisenkötter (WN berichteten) steht an der Kirchstraße ein zentral gelegenes Grundstück zur Verfügung. Von dort aus sind Arzt, Apotheke, Kirche, Bushaltestelle, Nahversorger und Geldinstitute fußläufig erreichbar.

Mittlerweile ist das Vorhaben gereift und erweitert worden: Die Gemeinde Senden, die katholische Kirchengemeinde und das Sozialwerk St. Georg sind im Gespräch, um ein gemeinsames Gesamtkonzept zu entwickeln. Es umfasst drei wesentliche Ziele:

► „Zuerst geht es darum, den Standort für St. Georg zu erhalten. Denn das Sozialwerk möchte dauerhaft in Ottmarsbocholt bleiben“, berichtet Bürgermeister Alfred Holz auf Anfrage der WN.

► Damit einhergehend sollen – mit Blick auf den örtlichen Bedarf – Wohnformen beziehungsweise Wohngruppen für pflegebedürftige Menschen geschaffen werden.

► Ergänzend dazu beinhaltet die Projektplanung barrierefreies, betreutes Wohnen für Menschen, die im Alter so lange wie eben möglich eigenständig leben möchten.

„Das alles wollen wir auf den zur Verfügung stehenden Flächen an der Kirchstraße und am Davertweg realisieren“, sagt Alfred Holz. Eine entsprechende Planung sei von der Gemeinde, der Kirchengemeinde und vom Sozialwerk gemeinsam in Auftrag gegeben worden. Ein Entwurf werde nach den Sommerferien öffentlich vorgestellt.

 

Quelle: Westfälische Nachrichten/Sigmar Syffus

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