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Sa. , 21. Sept. 2019



Aus dem Bezirksausschuss

Nachverdichtung erwünscht

2014-05-19 heide kDer Bezirksausschuss möchte Nachverdichtung prinzipiell ermöglichen. Dennoch gibt es Grenzen, wie sich bei der Debatte um die so genannte Peterskampsiedlung zeigte.
Der Entwurf eines Bebauungsplanes für einen 1,07 Hektar großen Teilbereich der Heide wurde im Bezirksausschuss vorgestellt. Anlass für die Einleitung dieses Verfahrens war die Bauvoranfrage eines Grundstückseigentümers an der Stichstraße (der so genannten Peterskampsiedlung), „in zweiter Reihe" ein weiteres Einfamilienhaus zu errichten, was nach der momentan dort geltenden Innenbereichssatzung unzulässig gewesen wäre.

 

Um dem Bauwilligen sein Vorhaben zu ermöglichen, hatte der Gemeindeentwicklungsausschuss in seiner Februar-Sitzung die Schaffung von Baurecht durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Eine Hinterlandbebauung sei aus städtebaulicher Sicht sinnvoll, weil hier ein großes Potenzial an Grundstücken vorhanden sei, welches sich für eine „Nachverdichtung" geradezu anbiete.

Allerdings lässt sich der Bebauungsplan nicht in dem Umfang ausdehnen, wie es eigentlich wünschenswert wäre. Ein in südwestlicher Richtung angrenzendes Flurstück kann nicht mit einbezogen werden (die Anregung hierzu war aus der Bürgerschaft gekommen), weil es im Außenbereich liegt und im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen ist. Hierzu müsse erst der Flächennutzungsplan geändert werden, was ein sehr aufwendiges Verfahren mit sich brächte, erklärte der Beigeordnete Klaus Stephan. Deshalb müsse man dieses erst einmal zurückstellen.

Der Bezirksausschuss war sich aber darin einig, dass Aufgeschoben nicht Aufgehoben bedeutet. „Wir werden dies nicht aus den Augen verlieren", resümierte Ausschussvorsitzender Sascha Weppelmann (CDU). Ludger Janning (SPD) regte zusätzlich an, bei einer Änderung des Flächennutzungsplanes dann in einem Abwasch gleich auch noch das sich in nordwestlicher Richtung anschließende Flurstück mit einzubeziehen.

 

Bericht: WN/Ulrich Reismann, Foto: Google-Maps

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