Auf der Horst als „Aktivpark“

Karriere einer Grünfläche

2014-05-08 auf der horst-kIm Bezirksausschuss Ottmarsbocholt stellte die CDU ihre Pläne vor, die Grünfläche Auf der Horst in einen Aktivpark zu verwandeln. Das Konzept provozierte einen Streit um die Urheberschaft der Idee.
Uwe Kasten (FDP) verließ die Sitzung des Bezirksausschusses am Dienstagabend vorzeitig. Wie üblich – was festzustellen Rolf Laukemper (CDU) sich nicht verkneifen konnte. Wenn der Liberale in der Vergangenheit doch immer länger geblieben wäre, dann wäre er auch besser informiert – und würde jetzt nicht kaum zu haltende Behauptungen aufstellen.


Kurz bevor er ging, hatte Uwe Kasten nämlich Plagiatsvorwürfe in Richtung Union gerichtet. Die habe sich ihre Idee von einem „Generationen Aktiv-Park“ auf der Horst von den Liberalen abgeguckt. Er bezog sich dabei auf deren Initiative eines zentralen Treffpunktes für Jung und Alt mit einem Kinderspielplatz XXL im Sendener Bürgerpark. Diese Unterstellung wies die Union von sich mit dem Hinweis auf zurückliegende Ausschusssitzungen, wo die Umgestaltung der Horst – zu fortgeschrittener Stunde – bereits zur Sprache gebracht worden sei.
Die schmucke Grünfläche auf der Horst sei schlichtweg zu schade, „um nur einmal im Jahr bei einer Großveranstaltung genutzt zu werden“, begründet Rolf Laukemper den Vorstoß seiner Fraktion. Anstelle eines reinen Spielplatzes, wie es ihn an dieser Stelle derzeit gibt, schlägt die CDU eine Kombination aus Spielgeräten und Fitnessgeräten vor.
Im Herzen von Ottmarsbocholt soll eine optimale Lösung zur Freiraum- und Freizeitgestaltung unter freiem Himmel gefunden werden. Einerseits soll es ein Treffpunkt für Jung und Alt sein, wo geplaudert werden kann. Parallel dazu werden sportlich etwas aktivere Menschen eingeladen, Spaß zu haben bei Spiel, bei Bewegung und bei „Trimm-Dich“ an Geräten aus Holz und Edelstahl. Dabei steht die generationen-übergreifende Gesundheitsförderung im Blickpunkt, weshalb die Krankenkassen womöglich sogar die Fitnessgeräte bezuschussen würden, wie es Laukemper für möglich hielt.
Der Bezirksausschuss folgte einem Vorschlag der Verwaltung, wonach nun ein Lenkungskreis unter Führung des Spielplatz-Fachmanns im Rathaus, Erwin Oberhaus, das Projekt eines Bewegungsparks in die Hand nehmen soll. Hierin werden bestimmte örtliche Vereine sowie die direkten Anlieger eingebunden sein – aber keine Politiker.
Konstituieren wird sich diese Gruppe voraussichtlich nach den Sommerferien. Bürgermeister Alfred Holz wies noch darauf hin, dass es in der polnischen Partnerstadt Koronowo bereits ein gutes Beispiel für einen sportlichen Aktiv-Park gebe.

Quelle: Westfälische Nachrichten / Ulrich Reismann