Tanz-Märchen feiert Premiere

Kleine Stars strahlen als Sterne

2013-tanzmaerchen gAuf die lange Vorbereitungszeit folgte eine gefeierte Premiere: In der Sporthalle Ottmarsbocholt wurde vor rund 200 Zuschauern das Tanz-Märchen von Lea Teuwen aufgeführt.

„Wie die Sterne an den Himmel kamen" – heißt der Titel eines Sendener Märchens, das seit Samstag nun auch gut 200 Eltern bekannt ist. Denn es waren ihre „Sternchen", ihre Kinder, die die Großen in der neuen Turnhalle von Ottmarsbocholt in ihre eigene, fantasievolle Märchenwelt zurückholten.

Lange haben sie dafür geprobt. Fast ein Jahr bemühte sich Tanzlehrerin Lea Teuwen, die kleinen und größeren Ballerinas aus der Sendener Tanzschule von Erzsébet O-Pálmai in die musikalisch geprägte Choreographie einzubinden, ohne dabei die Nachwuchsakteure als bloße Marionetten wirken zu lassen.

Ein Spagat der gelang. Die Begeisterung auf den Rängen – darunter auch die „Herren der Halle" Michael Greive und Bruno Brennack vom SC „Blau-Weiß Ottmarsbocholt" – steigerte sich von Tanz zu Tanz. Denn wie die Schülerinnen dabei die Regie-Anweisungen umzusetzen wussten, beeindruckte.

„Es gab einmal eine Zeit, da ging es der Erde und den Menschen sehr schlecht. Die Menschen hatten Angst voreinander" stand im Text. Im Tanzspiel hieß das für jedes Kind, sich zurückzuziehen. Folglich floh das Vergnügen von den Gesichtern. Die Kinder sanken mit verschlungenen Armen förmlich in sich zusammen.

Der Fantasie genügte ein wenig Farbe – goldene im Gesicht der Sonne, dunkle im Gesicht des Mondes, ein paar auf einander zugehende schnelle Schritte – und die Besucher spürten förmlich die Hoffnung, die alsbald über das dunkle Elend kommen würde.

Ein kosmischer Tanz vereinte die beiden Gestirne. Die ersten Sterne wurden geboren. Sie stiegen hinab auf die Erde und verwandelten sich in Menschen. Und langsam kehrte die Lebenslust in die Menschen zurück. Den Kindern reichten ein paar Tücher, einige wenige Schritte, um bei sich, aber auch bei den Betrachtern, ganze Gefühlswelten auszulösen.

Faszinierend, wie Tanzlehrerin Lea Teuwen ihr selbst geschriebenes musikalisches Märchenbuch in der Halle mit den kleinen Persönchen lebendig bebilderte. Da bedurfte es keiner pompösen Deko, keines Scheinwerferwaldes mit bonbonfarbenem Licht. Vielmehr: Ein wenig Musik, ein paar Bewegungen – jede junge Mutter, jeder Vater erkannte auch so, „wie die Sterne an den Himmel kamen".

Und ihre strahlenden Gesichter verrieten, welch wunderbares Weihnachtsgeschenk ihnen der Nachwuchs an diesem Nachmittag bescheren konnte.

 

Bericht + Foto: Dieter Klein