Wohn- und Pflegeprojekt im Ottmarsbocholter Ortskern

Baustart ist noch nicht in Sicht

2022 06 05 stoffersDer Bauzaun auf dem ehemaligen Stoffers-Gelände an der Kirche steht längst. Das Grundstück ist freigeräumt – doch Bagger, die mit dem Bau der neuen Pflege- und Wohneinrichtung beginnen, sind noch nicht zu sehen. Das wird vorerst so bleiben. Denn derzeit kann dort nicht gearbeitet werden. „Wir haben vergangene Woche den Kaufvertrag für das Grundstück von der Gemeinde bekommen und werden ihn im Juni unterschreiben“, berichtet Constanze Spellerberg. Sie hatte im April 2021 angekündigt, als private Investorin bis Ende 2023 zwei Baukörper mit Pflege-Wohngemeinschaften für Senioren, Wohnungen sowie einer Tagespflege zu errichten und anschließend zu betreiben.

„Im kommenden Jahr werden wir definitiv nicht fertig sein. Es dürfte eher Herbst 2024 werden“, sagt die Inhaberin eines Pflegedienstes mit Sitz in Werne. Corona habe in der Pflege für erheblichen Mehraufwand gesorgt. Das Tagesgeschäft habe deshalb zuletzt Vorrang gehabt. Wenn der Grundstückskauf über die Bühne gegangen ist, müssen Spellerberg und Architekt Björn Schreiter den Bauantrag beim Kreis Coesfeld stellen und voraussichtlich einige Monate auf die Genehmigung warten, bevor Bagger anrücken können.

An den Planungen habe sich derweil aber nichts geändert. „Die Lage mitten im Dorf ist gut, das Vorhaben schließe eine Lücke. Allerdings machen steigende Preise und Materialknappheit die Einhaltung der Baukosten und die Zeitplanung wie überall zu einer Herausforderung. „Das wird spannend“, sagt Constanze Spellerberg.

In Ottmarsbocholt tritt Spellerberg nicht nur als Privatinvestorin auf – nach der ersten Planung hat das Projekt im Schatten von St. Urban ein Volumen von bis zu sieben Millionen Euro – sondern sie möchte mit ihrem Unternehmen auch die Einrichtung betreiben.

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