Heimatverein ehrt Verdienste von Stefan Frie

Das Backhaus war sein Kind

2022 05 29 stefan frieEs ist in seinem Ruhestand zu seinem zentralen Lebensinhalt geworden. „Das war mein Kind“, sagt Stefan Frie selbst über das Backhaus, welches 2006 aufgrund seiner Initiative neben dem Spieker Auf der Horst aufgebaut wurde – und wo er fortan der federführende „Manager“ war. Im Alter von 79 Jahren sah der pensionierte Kriminalbeamte nun die Zeit für gekommen, sich auch dort aufs Altenteil zurückzuziehen. Während der Generalversammlung des Heimatvereins wurde er daher feierlich verabschiedet.

Das Backhaus erlebte nach seiner Einweihung im August 2006 eine wahre Erfolgsgeschichte. Die hier in einem alten Steinofen nach traditionellem Verfahren gebackenen Brote entwickelten sich zu einer echten Spezialität und fanden einen immer größer werdenden Absatz. Backtag war einmal im Monat, und zwar immer parallel zu Vollmers Trödelmarkt, wodurch sich ein großes Einzugsgebiet entwickelte: Die Antiquitäten ziehen auch viele Menschen aus dem Ruhrgebiet an. Und die kauften nun auch ein Brot. Um mal zu probieren – anschließend waren sie begeistert. Wegen des „vortrefflichen Geschmacks“, so Stefan Frie, der auch 18 Jahre im Vorstand des Heimatvereinsaktiv war, davon sechs Jahre als Vorsitzender. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete sich die Kunde vom fabelhaften Brotgenuss immer weiter. „Man kann sich nicht vorstellen, was für Kreise das zieht“. Der Bekanntheitsgrad von Ottmarsbocholt: Er hat durch das Backhaus – und dank des engagierten Helferteam – rasant zugenommen.
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