Struwen-Backen zugunsten der Ukraine-Flüchtlinge

Hilfsaktion wird wahres Dorf-Event

2022 04 20 struwenEnorm lang war sie, die Schlange von Menschen, die sich an Karfreitag in der Mittagszeit draußen vor der Remise am Spieker bildete. Und sie schien und schien nicht kürzer zu werden. Bis an die Straße Auf der Horst reichte die Reihe der Wartenden, die ihren Hunger mit der münsterländischen Karfreitagstradition stillen wollten: Struwen. Durch ihre Beteiligung an dieser Aktion wollten Alt und Jung auch ganz bewusst den in Ottmarsbocholt untergebrachten Ukraine-Flüchtlingen, welche sich vor dem grausamen Krieg in ihrer Heimat hier in Sicherheit fühlen dürfen, eine finanzielle Hilfe zukommen ließen. Diese erreichte aufgrund der vielen Spenden am Ende die stolze Summe von 2.500 Euro.

Am Anfang des Struwen-Backens stand der Gedanke dreier Frauen: Wie kann man den hier angekommenen Ukrainern etwas Gutes tun? So fragten sich Walburga Dabbelt, Gerlinde Hillmoth und Irmgard Welp – und wurden mit dieser Anregung beim Heimatverein und den Landfrauen mit offenen Armen empfangen. Auch der Gemeindeausschuss St. Urban kam mit ins Boot. Und schließlich wurde daraus ein wahres Dorf-Event.

„Ganz selbstlos“ hätten viele Ottmarsbocholter Bürger und örtliche Geschäfte die Aktion in der Vorbereitung aktiv unterstützt, zeigten sich die Initiatoren begeistert. 30 Kilo Mehl kamen zusammen, ebenso 25 Liter Rapsöl. Wie schwierig das ist, solche Mengen zu disponieren, wird jeder erahnen können, der in den Supermärkten schon mal vor leeren Regalen gestanden hat.

 

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