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Fr. , 02. Dez. 2022



Ottmarsbocholter spenden für die Ukraine

Zwei Sprinter voller Hoffnung und Solidarität

2022 03 03 spendenaktion kOttmarsbocholt, 3. März 2022 – Seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine vergangene Woche sind sie in allen Städten und Dörfern Deutschlands unterwegs: Bullis, Sprinter und Laster bringen Sachspenden zu größeren Sammelstellen, von wo aus die Transporte in die Ukraine organisiert werden. Und in diesen Tagen gilt es schnell, gezielt und organisiert zu handeln. Denn die Lage in der Ukraine ist unübersichtlich, die Transportwege werden zunehmend zerstört oder sind gesperrt, die Flüchtlingsströme an den Grenzen nehmen zu. So starteten Mittwoch auch zwei Sprinter aus Ottmarsbocholt in Richtung Melle zu einem größeren Umschlagplatz. Sie waren voll bepackt mit Hilfsgütern für die ukrainische Bevölkerung - und einer großen Portion Solidarität und Hoffnung.

Die Hilfsbereitschaft in Ottmarsbocholt sei von Anfang an enorm gewesen, berichtet das Organisationsteam um Katharina Bracht, Sandra Greive, Ann-Kathrin Ellertmann, Kati Siebenhüner, Lilian Schmalenstroer und Susanne Wieging, die sich vergangenen Sonntagabend spontan zusammengetan hatten. Inspiriert von anderen Angeboten in der Region richtete das Team am Montag im Dorf eine Sammelstelle für die über 150 Interessierten ein, welche sich innerhalb weniger Stunden in einer WhatsApp-Gruppe versammelt hatten. Gleichzeitig nahm das sechsköpfige Kernteam Kontakt zu den Hilfsorganisationen und Unternehmen auf, überprüfte die Informationen und die Seriosität. Es stimmte vor allem auch den Bedarf und die Zeit- und Fahrtpläne ab, damit die Hilfsgüter auch rechtzeitig am Umschlagplatz in Melle zum Weitertransport bis ins ukrainische Lemberg eintreffen.

Innerhalb von nur wenigen Stunden kamen dann viele wichtige Sachspenden zusammen, auch die örtliche St. Urban Apotheke, die Zahnarztpraxis in Ottmarsbocholt, Edeka Tinz und Karnevalsgemeinschaften beteiligten sich. Mittwochnachmittag wurden die Güter schließlich in zwei große Sprinter der Unternehmen Greive und Götterfunken verpackt und auf die Reise geschickt - mit der Hoffnung, damit möglichst vielen Menschen im Kriegsgebiet helfen zu können. Doch egal, wie weit die Hilfskonvois kommen mögen, die sich Mittwochnacht noch auf den Weg nach Lemberg gemacht haben: Wenn auch nur ein Baby gefüttert, ein Kind satt, eine Familie gewärmt, ein Verletzter behandelt werden könne dank der Lieferung, so hätte man Wichtiges bewirkt, ist das Organisationsteam überzeugt. Sie empfehlen, sich in den kommenden Tagen weiterhin gut zu informieren und zu vernetzen, und vor allem offen zu bleiben für die Aufgaben, die uns in der Region noch erwarten mögen. Denn akute Hilfe im Krisengebiet sei das eine, nachhaltige Solidarität lokal vor Ort ein anderer wichtiger Punkt in der Flüchtlingshilfe.

Unser Dank geht an dieser Stelle an alle Spender und Helfer in Ottmarsbocholt, an die St. Urban Apotheke, die Zahnarztpraxis Dr. Sandkühler, Edeka Tinz, der Karnevalsclique Davertnickel und vor allem der Firmen Greive und Götterfunken, die den Transport ermöglicht haben.