Bürgerantrag zum Erhalt des alten Amtshauses

"Stätte für Bürger Schaffen"

2022 02 12 amtshausWas wird aus der alten Amtsverwaltung an der Kirchstraße? Vor drei Jahren wurde bei einem kommunalpolitischen Dämmerschoppen der Kolpingsfamilie noch ein Abriss des aus dem Jahre 1907 stammenden Gebäudes in Erwägung gezogen. „Steht der Bagger schon vor der Tür?“, fragte nun am Donnerstagabend im Bezirksausschuss dessen Vorsitzender Patrick Alfs (CDU). Schnell wurde dann klar, dass dies nicht der Fall ist. Das historische Gebäude solle unter keinen Umständen dem Erdboden gleich gemacht werden, darin waren sich alle Parteien einig. Die entscheidende Frage, die es nach den Worten von Bürgermeister Sebastian Täger zu klären gilt, bevor investiert wird: Für welche zukünftige Nutzung soll das Gebäude hergerichtet werden?

Dass sich der Ausschuss mit diesem Thema befasste, geht auf einen Antrag von fünf Ottmarsbocholtern zurück, die sich darin für den Erhalt des Gebäudes einsetzen, verbunden mit der Anregung, dass daraus künftig „vielleicht eine Stätte für Bürger und Vereine werden könnte“. Das Gebäude ist in deren Augen „ein Zeugnis vergangener Zeitgeschichte und ein Teil der Identität“ des Dorfes und deshalb „schützens- und erhaltenswert“. Dem pflichtete Roland Wieging (CDU) bei. Man dürfe sich freuen, dass es Personen gibt, die hier die Initiative ergriffen hätten. Denn etwas müsse mit dem Gebäude passieren, weil es einen zentralen Faktor bilde, wenn es darum gehe, „die Kirchstraße chic zu machen“. Auf der anderen (östlichen) Straßenseite würden sich ja erfreulicherweise schon positive bauliche Veränderungen abzeichnen, und da sei es endlich an der Zeit, dass sich auch auf der westlichen Seite etwas tue.
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