Mountainbiker am Strontianitberg

Nervenkitzel schadet der Natur

2021 02 01 mountainbikerDicke Reifen – aber kein dickes Fell. Dennis Sträter und Jonas Tegtmeier sind leidenschaftliche Mountainbiker, die die Natur für ihren sportlichen Spaß aber nicht leiden lassen wollen. Und sie sind aufgeschlossen für die Hinweise, die Waldbesitzer Cornelius Bracht ihnen mit auf den Weg gibt. Er möchte, dass die Biker einen Bogen um den Strontianitberg schlagen. Das Besondere an der Kollision zwischen Waldbesitzer und Gelände-Radlern: In diesem Fall sprechen sie freundlich und intensiv miteinander. Mehr noch – Bracht, der in der Kommunalpolitik vernetzt ist, will mit nach einer Lösung suchen.

Kooperationsbereitschaft statt bloß die Verbotskeule zu schwingen – diese Haltung kommt bei Sträter und Tegtmeier an: „Es ist super, dass er sich für uns einsetzt“, erkennen die Biker an. Sie können aber nur für sich selbst und ihr eigenes Trainingsverhalten sprechen. Der „Pickel“ in der ansonsten flachen Landschaft, der durch den Aushub beim Strontianitabbau entstanden ist, zieht aber viele Stollenradler an. Die Nutzung der Natur als Freizeitareal habe ohnehin seit Corona angezogen, lautet die Beobachtung von Bracht. Der auf Respekt vor dem Wald und seinen Lebewesen beispielsweise auch bei Hundebesitzern pocht, die mitunter ihre Vierbeiner Wild hetzen lassen. „Viele wissen gar nicht, dass der Wald in Privatbesitz ist“, bedauert Bracht.
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