Prinz Dominik I. und Funkenmariechen Martina II. regieren

Jallermann spricht Klartext

2019 02 18 priproDer Elan, den Otti-Botti im Karneval entwickele, der sei wahrlich einzigartig, stellte der Vorsitzende der Karnevalsgesellen, Maximilian Hibbe, in seiner Begrüßung fest. Was in einer Woche in Form von Wagen und Fußgruppen auf den Straßen sichtbar werden wird, zeigte sich am Samstagabend bereits in Wort und Tanz. Bei der Prinzenproklamation war gefühlt das halbe Dorf auf den Beinen, um seinen Prinzen Dominik I. und das Funkenmariechen Martina II. zu bejubeln.

Während einer hochkarätigen Show ließen es die Jecken so richtig krachen. Um die Halle Vollmer brauchte man sich an diesem Abend deswegen aber keine Sorgen zu machen. Sie steht noch. Ob das auch auf lange Sicht so bleiben wird, darüber philosophierten Jallermann und Jallermienchen (Adalbert Willecke und Heinrich Freese) auf köstliche Weise und befürchteten dabei, die Halle müsse in Zukunft womöglich „einer Landebahn für Heinrichs Tauben“ weichen. Die Dorfbewohner würden trauern, „feierten doch Generationen in diesen Mauern“. Wie etwa das Prinzenpaar von 1969, Philipp Lindfeld und Anna Wiedeier. Beifallsstürme erzeugten Willecke & Freese auch mit ihren überaus spitzen Bemerkungen zum Thema Trauerhalle. „Pflegeplätze für Senioren, hatte man sich so gedacht, doch die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Dumm gelaufen, wohl betrogen, eiskalt über´n Tisch gezogen. Dann wenigstens Geld von St. Georg, so hofften alle“, doch auch das sei ein Trugschluss gewesen. Und weiter führte das aus dem Broholt stammende Duo aus: „Das Rathaus suchte in seiner Not ganz unverfroren, Leichenhallenbausponsoren“.
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