Prinzenecke Broholt bereitet sich seit September auf Karneval vor

Weihnachtszeit ist Wagenbauzeit

2018 12 27 prinzenecke„Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen“ – nach diesem Motto schlagen in diesen Wochen zwei Herzen in der Brust der Broholter: Als Christenmenschen feiern sie in der St. Urbankirche am 24. Dezember die Ankunft Christi. Als Jecken freut sich die Prinzenecke schon jetzt auf den 24. Februar. Denn an diesem Tag rollt der große Karnevals-Umzug durch die Straßen von Otti-Botti – mit dem Prinzenwagen als krönender Abschluss.

So war es für die Broholter Wagenbauer etwas ganz Normales, am Samstag vor Weihnachten auf dem Hof Bücker am Prunkgefährt ihres närrischen Oberhauptes zu schrauben, zu tackern, zu sägen und zu pinseln. „Adventszeit und Weihnachtszeit sind Wagenbauzeit“, stellt Dominik I. (Bickeböller) nüchtern fest. Denn auch der Prinz arbeitet (selbstverständlich) mit an der zwölf Meter langen, 2,50 Meter breiten und 4,30 Meter hohen majestätischen Karosse.

„Pinseln und Rosen tackern darf er – und dumme Sprüche klopfen“, tönt es despektierlich irgendwo aus der Reihe seiner 15 Mitstreiter. Denn Bickeböller ist im wahren Leben kein Handwerker, seine Brötchen verdient er als Vertriebsmitarbeiter bei Agravis. Sein Funkenmariechen, Ehefrau Martina, arbeitet als pharmazeutisch-technische Assistentin in der St. Urban-Apotheke. Sie legt bei den Frauen mit Hand an, die Rosen binden und im Keller der Familie Beuckmann 80 Kostüme für die Fußgruppe der Broholter schon (fast) komplett genäht haben. „Auch rund 15 000 der insgesamt circa 25 000 Papierrosen sind schon fertig. Die Frauen haben sehr fleißig gearbeitet“, freut sich Eckenchef Florian Kolbe über den Einsatz der aktiven Närrinnen.
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